Bhutan

In „Dzongkha“, der Landessprache des Königreichs, wird das Land als Druk Yul – Land des Donnerdrachens – bezeichnet und seine Menschen sind bekannt als „Drukpa“. Der Begriff stammt aus der Staatsreligion, die Drukpa Kagyud heißt.

Druk Yul, das Land des Donnerdrachens, das erst in den letzten Jahren aus dem Nebel der selbst-auferlegten Isolierungen heraustrat, ist eingebettet in das große Himalaja Gebirge. Bhutan bietet seinen Besuchern eine abwechslungsreiche Reise vorbei an saftigen Weiden, hoch aufragenden Gipfeln, verborgenen Klöstern und durch unberührte Wälder. Bhutan hat zudem viele einzigartige Tierarten vorzuweisen. Die Lebensweise der Bhutanesen gibt einem eine einmalige Gelegenheit die buddhistische Kultur und seine Tradition in einer authentischen Umgebung kennenzulernen. Durch den „sanften Tourismus“, der von der Regierung in Bhutan gezielt gesteuert wird, ist überhaupt so eine Begegnung mit Land und Leuten möglich.

Bhutan Go East Reisen

Das Bruttonationalglück (BNG) ist der Versuch, den Lebensstandard in breit gestreuter, humanistischer und psychologischer Weise zu definieren und somit dem herkömmlichen Bruttonationaleinkommen, einem ausschließlich durch Geldflüsse bestimmten Maß, einen ganzheitlicheren Bezugsrahmen gegenüberzustellen. (Quelle: Wikipedia)

Der Ausdruck wurde 1979 von König Jigme Singye Wangchuck in einem Interview benutzt. Er wollte darstellen, dass das Bruttosozialglück wichtiger ist als das Bruttosozialprodukt („Gross National Happiness is more important than Gross National Product“).
In Bhutan ist „Entwicklung“ gleichbedeutend mit zunehmendem Wissen und persönlicher Erleuchtung. Der tiefe buddhistische Glaube findet sich auch hier wieder. Einer der „vier edlen Wahrheiten“ des Buddhismus besagt, dass Leid durch die drei Geistesgifte verursacht wird: Unwissenheit, Hass und Habgier. Diese zu überwinden bzw. zu vermeiden, bedeutet das Glück zu finden. Vor diesem Hintergrund soll der Begriff des Bruttosozialglücks ausdrücken, dass „Entwicklung“ mehr Dimensionen aufweist als nur die eines gesteigerten Bruttosozialprodukts, dass es einer Balance zwischen Materialismus und Spiritualität bedarf.

Visum

Jeder der nach Bhutan reist, muss vorher über einen Reiseveranstalter ein Visum einholen. Dieses kostet etwa US$ 40 pro Person und ist ausschließlich für die Dauer der gebuchten Reise gültig. Die gesamte Reise muss über einen Reiseveranstalter gebucht werden, Individualtouristen die auf eigene Faust das Land bereisen möchten, ist die Einreise nicht gestattet. Die Regierung hat sich zahlreiche negativ Beispiele des Tourismus in anderen Ländern angeschaut und sich für einen regulierten Tourismus in ihrem Land entschieden.

Wichtiger Hinweis: der Kauf und Verkauf von Tabak und Tabakwaren in Bhutan ist verboten. Es dürfen nur Mengen für den eigenen Konsum mitgebracht werden, insgesamt ist das Rauchen in der Öffentlichkeit aber verboten!

Geld

Sie können gleich bei Ankunft in Paro am Flughafen Euro oder US Dollar (größere Scheine in dieser Währung bekommen einen besseren Wechselkurs) in Bhutanesische Ngultrum umtauschen. Zudem gibt es in den größeren Städten Bankautomaten, die aber nicht unbedingt immer funktionieren.

Trinkgelder sind nur für Guide und Fahrer üblich. Hier sind zwischen US$ 15 und US$ 20 pro Person angebracht (wobei der Guide in der Regel etwas mehr bekommt).

Geografie

Bhutan ist etwa so groß wie die Schweiz (46.500 qkm) und ist von knapp 755.000 Menschen besiedelt. Daher könnte man es als ein kleines und unterbevölkertes Land bezeichnen, besonders im Vergleich zu seinen riesigen Nachbarn China und Indien. Durch die große Himalaya-Kette, die von Osten nach Westen verläuft, ist das gesamte Land gebirgig, und reicht in der Höhe von 100m bis 7.540m, mit dem Gangkhar Puensum als höchstem Berg Bhutans an der tibetischen Grenze (durchschnittliche Höhe 2.500 m). Über die genaue Höhenangabe des Gangkhar Puensum wird bis heute noch debattiert, da bis dato niemand den Berg vollständig bestiegen hat. Dies hat auch einen guten Grund: 1994 wurde das Bergsteigen oberhalb von 6.000 m Höhe vom bhutanischen Staat gesetzlich verboten, da die einheimische Bevölkerung die Berggipfel als Wohnstätte von Geistern und Göttern ansieht.
Die Pässe in Bhutan liegen oft über 4.000 m, dass dies die Kommunikation zwischen den einzelnen Tälern einschränkt ist daher nicht sehr verwunderlich. Viele Bhutanesen leben bis heute in einer gewissen Isolation, besonders im Winter. Hervorzuheben ist auch, dass Bhutan von einer Vielzahl von unterschiedlichen ethnischen Gruppe bewohnt wird: Von den Yak-Hirten im Norden bis zu den Orangenbauern im Süden.

Durch eine bewusste Isolierung und auch durch die gewaltigen geografischen Hindernisse hat das Königreich bis heute seine Unabhängigkeit behalten. Alte Steinwerkzeuge und andere archäologische Funde bestätigen, dass es bereits im Jahre 2000 v. Chr. Siedlungen in Bhutan gab.
Die dokumentierte Geschichte des Königreichs beginnt jedoch erst mit dem Aufkommen des Buddhismus im 8. Jahrhundert.

Bhutan ist vom Süden in den Norden in etwa drei Zonen aufgeteilt: die südlichen Ausläufe, der innere Himalaya und der nordische Gürtel.

Die südlichen Ausläufe
Nur wenige Kilometer breit, bilden die südlichen Ausläufe die Grenze zu Indien (West Bengal und Assam). Die Ebene steigt schnell auf 2.000 m und ist mit dichtem tropischem Dschungel bedeckt. Das Klima ist heiß und kühlt sich nur von November bis Februar ab. Die Monsunzeit geht von Mitte Juni bis Ende September. Das günstige Klima in dieser Gegend eignet sich besonders gut für den Anbau von Reis, Orangen und Kardamom. Daher haben besonders die südlichen Ausläufe zu einem Wirtschaftswachstum in Bhutan beigetragen.

Die Mehrheit der Süd-Bhutanesen werden Lhotsampas, „Menschen der südlichen Grenze“ genannt. Sie sind meistens nepalesischen Ursprungs und gehören dem Volk der Sherpas, Tamang, Gurungs, Rais, Lepchas und Limbus an. Bahuns und Chetris sind indisch-nepalesisch. Alle von ihnen sprachen ursprünglich eine andere Sprache, nun sprechen sie alle Nepali. Die meisten von ihnen sind Hindus, aber Sherpas, Lepchas und Tamang sind Buddhisten.

Die wichtigsten Erzeugnisse aus dieser Region sind verschiedene Obstsorten sowie eine der ersten Alkoholfabriken in Bhutan. In den 80er Jahren erlebte der Süden einen wirtschaftlichen Aufschwung mit dem Bau von mehreren Fabriken (Zement, Kalziumkarbid, Ferrolegierungen etc.). Dies konnte nur realisiert werden durch den billig produzierten Strom aus dem Chukha Hydroelectricity Wasserkraftwerk.

Der innere Himalaya
Diese Zone ist das historische und kulturelle Zentrum des Landes. Es liegt zwischen 2.000 m und 3.500 m mit einigen Tälern die etwas niedriger liegen. In den höheren Lagen herrscht ein alpines, in den unteren Tälern ein subtropisches Klima. Die Nachttemperaturen können im Winter unter null Grad fallen. Während der Monsunzeit von Juni bis September sind die Täler üppig grün, im Frühling blühen die Rhododendren, Azaleen und Magnolien und tauchen das Himalayagebiet in ein farbenfrohes Schauspiel. Der innere Himalaya ist nochmals in drei Zonen unterteilt:

Westliches Bhutan
Diese Region besteht aus fünf Tälern: das Haa, Paro, Thimphu, Punakha und Wangdue Phodrang Tal. Traditionell werden die Bewohner dieser Regionen Ngalops genannt, „Die ersten Buddhisten“. Sie sprechen Dzongkha „Die Sprache der Festung“, die jetzt die Landessprache von Bhutan ist. Haa ist das höchste Tal (3.000 m und höher). Reis kann hier nicht mehr wachsen, aber im Winter werden Weizen, Gerste, Buchweizen und Kartoffeln angebaut. Yaks und Rinder machen auch einen wichtigen Teil der landwirtschaftlichen Produktion vor Ort aus. Die Täler Paro und Thimphu liegen zwischen 2.200 m und 2.600 m und haben sich auf den Anbau von Reis, Äpfeln, Pflaumen und Pfirsichen spezialisiert. Thimphu wurde im Jahr 1962 die Hauptstadt von Bhutan. Seine Bevölkerung hat sich in den letzten 20 Jahren verdreifacht und erreicht nun knapp 80.000 Menschen. Siedlungen verändern langsam die ländliche Landschaft. Die Täler Punakha und Wangdue Phodrang liegen auf etwa 1.300 Metern Höhe, hier werden Reis und Gemüse angebaut. Punakha, die alte Hauptstadt, ist immer noch die Winterhauptstadt der staatlichen Geistlichen.

Zentral-Bhutan
Zentral-Bhutan besteht aus drei Bezirken: Trongsa, Bumthang und Zhemgang. Der Pass Pele La liegt auf 3.300 m und trennt West-Bhutan von Zentral-Bhutan. Die Menschen in diesen Regionen sprechen verschiedene Dialekte. In der Region von Trongsa wird zumeist Reis angebaut. In Bumthang auf 2.600 m wird wieder Buchweizen, Gerste, Weizen und Kartoffeln angebaut. Die Aufzucht von Yaks und Rindern sind ebenfalls ein wichtiger Teil des örtlichen Einkommens. Die Menschen aus Zhemgang bauen Reis, Weizen, Mais und Hirse an.

Ost-Bhutan
Dieser Landesteil besteht aus den Regionen Lhuntse, Mongar, Trashiyangtse, Trashigang und Pemagatsel. Diese Region ist die niedrigste in der inneren Himalayazone. Das Klima ist hier wärmer und der Monsun heftiger. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Erträge sind Reis und Mais. Hirse wird angebaut um Alkohol herzustellen. Rinder werden auch hier reichlich gehalten. Die Yak Haltung ist mehr auf die höheren Täler Merak und Sakten beschränkt. Menschen aus dem Osten werden als Sharchops, „Menschen des Ostens“, bezeichnet. Sie sprechen Sharchopkha, aber die Dialekte unterscheiden sich von Region zu Region deutlich. Die Frauen in dieser Region sind für ihre bhutanische Seidenweberei bekannt.

Der Nordgürtel
Der Nordgürtel bildet die natürliche Grenze zu Tibet und reicht von West nach Ost mit Höhen von 6.800 m auf 7.400 m. Der nördliche Gürtel wird im Sommer von verschiedene Yak-Hirten bewohnt. Das Klima ist sehr harsch, mit kalten schneereichen Wintern und kurzen regenreichen Sommern. Es ist ein Naturschutzgebiet für seltene Blumen und Pflanzen, wie dem Blaumohn, Edelweiß und Enzian. Es ist auch die Heimat der Schneeleoparden, Takin, Bharal (Blaue Schafe), seltenen Schmetterlingen und Moschustiere. Große Teile dieser Region sind als Nationalpark geschützt.
Die Regionen von Lingshi, Laya und Lunana sind eher dünn besiedelt. Die Menschen sind semi-nomadische Hirten und sprechen Dzongkha. Yaks und verschiedene Yak-Kreuzungen sind unverzichtbare Tiere in dieser Region. Die Menschen handeln mit Ihren Yak-Produkte und tauschen sie gegen Reis, Salz und Werkzeuge.

Flora und Fauna

Die reiche Flora und Fauna in dieser Himalaya Region ist einzigartig. Es wird oft behauptet, dass „selbst der erfahrenste Forscher, Bhutan als eine Offenbarung empfindet“. Die Luft ist sauber, frisch und unbelastet die Berge majestätisch und die Architektur atemberaubend.

Bhutan ist einer der 10 Artenreichsten Hot Spots der Welt und sogar als einer der 221 weltweit endemischen Vogelgebiete identifiziert worden. Fast drei Viertel der Landesfläche besteht aus Wald der gemäßigten und subtropischen Arten. Seine verschiedenen Ökosysteme beherbergen einige der exotischsten Arten des östlichen Himalayas. Schätzungsweise 770 Vogelarten und mehr als 50 Arten von Rhododendron, zusammen mit einer erstaunlichen Vielfalt von Heilpflanzen (über 300 Arten) und Orchideen, die hier in der Region einzigartig sind.

Klima

Das Klima von Bhutan ist von Region zu Region ziemlich unterschiedlich. Südbhutan ist durch ein tropisches bis subtropisches Klima gekennzeichnet, welches vom Monsun bestimmt wird. Der Osten von Bhutan ist wärmer als der Westen. Im Norden von Bhutan ist das Klima rau, mit Monsunregen im Sommer und gelegentlichem Schneefall im Winter. In den Tälern von Zentralbhutan herrscht ein gemäßigtes Klima mit kühlen Wintern und heißen Sommern.

Der Winter (von Mitte November bis Mitte März) ist trocken und die Tagestemperaturen variieren zwischen 16 und 18 °C, sobald die Sonne scheint. Frühmorgens und abends ist es sehr kalt, in der Nacht sinken die Temperaturen bis unter den Gefrierpunkt.

Der Frühling dauert von Mitte März bis Anfang Juni. Die Temperaturen steigen dann tagsüber allmählich auf 29 °C und sinken nachts auf bis zu 18 °C. In den Bergen ist bis Ende April durchaus noch mit Kälteperioden und erneutem Schneefall zu rechnen. Verstärkt treten auch starke, böige Winde auf. Mitte Juni setzt dann für gewöhnlich der Monsun ein.

In der Regenzeit, welche von Mai bis September dauert, erlebt Bhutan lang anhaltende und heftige Regenfälle. Während der ersten Monsuntage regnet es meist ununterbrochen, danach fallen die Niederschläge hauptsächlich am späten Abend und nachts. In dieser Zeit hat man äußert selten eine klare Sicht auf den Hochhimalaya.

Von März bis April und von Oktober bis November ist es in der Regel angenehm warm, bei Temperaturen zwischen 25 und 30°C. Der Herbst dauert von Ende September bis Anfang November und verwandelt Bhutan in satte Goldtöne. Tagsüber scheint meist die Sonne bei angenehmen Temperaturen; nachts kann das Thermometer durchaus unter den Gefrierpunkt fallen.

Religion

bhutan Religion  go e

Bhutan ist ein überwiegend buddhistisches Land. Hier wird der Mahayana-Buddhismus ausgeübt, eine der Hauptrichtungen des Buddhismus, der durch die Seidenstraße auch Zentral- und Ostasien erreicht hat. In Bhutan ist der Buddhismus nicht nur eine Religion, sondern eine philosophische Form des Lebens.
Die Vajrayana-Richtung des Mahayana-Buddhismus wird von 80% der Bevölkerung von Bhutan praktiziert und ist Staatsreligion. Hinduismus ist unter den Menschen im Südenen Bhutans vorherrschend und deckt etwa 20% der Bevölkerung. Der Buddhismus als auch der Hinduismus, finden ihre Wurzeln in Indien und es ist in der Regel in zwei große Schulen unterteilt: Mahayana „Großes Fahrzeug“ und Hinayana „Kleines Fahrzeug“, heute besser bekannt als Theravada. Bhutan ist das einzige Land, das einen unabhängigen Mahayana-Buddhismus lebt. Es wird allgemein angenommen, dass die buddhistischen Lehren im 7. Jahrhundert nach Bhutan kamen. Die ersten beiden Tempel in Bhutan wurden in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts errichtet. Der Kyichu Lhakhang in Paro und Jampay Lhakhang in Bumthang. Lhakhang Karpo und Lhakhang Nagpo im Haa Tal stammen auch aus der gleichen Periode. Doch der große Wachstum des Buddhismus begann erst im 8. Jahrhundert nach Christus mit dem Besuch des indischen Heiligen Padmasambhava, im Volksmund in Bhutan auch als Guru Rinpoche als „der kostbare Meister“ bekannt. Seine Lehren legten den Grundstein für eine der wichtigsten Entwicklungen in Bhutan.
Bonism wurde lange vor dem Aufkommen des Buddhismus in Bhutan praktiziert. Viele der Berge und Gottheiten, die von den Menschen verehrt wurden, waren Götter die zur Bon-Religion gehörten. Als Folge von Guru Rinpoches Arbeit wurden diese Götter in den Buddhismus als Schutzgottheiten übernommen.

Ab dem 13. Jahrhundert kamen viele religiöse Meister nach Bhutan, um Ihre Lehren weiterzugeben. Dazu gehörten Sakyapa, Drukpa Kagyü, Chagzampa, Kathogpa und Nyingmapa. Viele dieser Schulen konnten aber nur kleine Tempel errichten, und im Laufe der Zeit verschmolzen Sie meist auch mit anderen Schulen. Heute sind die beiden prominentesten Schulen die Drukpa Kagyü und Nyingma in Bhutan.

Ausführliche Reiseinformationen Bhutan:

Bhutan_Reiseinformationen

Reisen & Reisebausteine für Ihre Bhutan-Reise:

Bhutan Go East ReisenBhutan 6 Tage Rundreise Die 6-tägige Privatreise durch Bhutan zeigt Ihnen das Land des Donnerdrachen von einer ganz anderen Seite. In Bhutan bewegt sich alles ein wenig langsamer. Bis in die 60er Jahre bereiste man Bhutan n... »mehr
Ab 1890,- €» Buchen
» Frage stellen
Bhutan Rundreise Go East ReisenBhutan 9 Tage Rundreise Ihre Rundreise Bhutan führt Sie durch das Land des Donnerdrachens. Das kleine buddhistische Königreich Bhutan liegt hoch eingebettet in den Himalaya Bergen und hat durch seine Isolation von der Welt... »mehr
Ab 2960,- €» Buchen
» Frage stellen