Transsibirische Eisenbahn
Transsibirische Eisenbahn – ein Mythos auf Schienen
Aufgrund des 19. Sanktionspakets der EU vom Oktober 2025 dürfen Reiseveranstalter in der EU derzeit keine Reisen nach Russland anbieten. Das gilt auch für Reisen mit der Transsibirischen Eisenbahn. Deshalb bieten wir aktuell keine Transsib-Reisen an und können Sie leider auch nicht dazu beraten. Auf dieser Seite finden Sie aber weiterhin alles Wissenswerte rund um die berühmteste Bahnstrecke der Welt.
Die Transsib: die längste Bahnstrecke der Welt
Die Transsibirische Eisenbahn verbindet Moskau mit Wladiwostok am Pazifik. Mit rund 9.288 Kilometern ist sie die längste durchgehende Eisenbahnstrecke der Welt. Unterwegs durchquert der Zug sieben Zeitzonen und überquert zahlreiche große Ströme wie Wolga, Ob, Jenissei und Amur. Ohne Unterbrechung dauert die Fahrt rund sieben Tage. Deshalb gilt die Transsib bis heute als eine der legendärsten Bahnreisen überhaupt.
Die drei klassischen Routen
Die eigentliche Transsib führt von Moskau über Sibirien bis nach Wladiwostok. Die Transmongolische Eisenbahn zweigt dagegen am Baikalsee nach Süden ab. Sie fährt über Ulaanbaatar und durch die Wüste Gobi bis nach Peking, insgesamt rund 7.600 Kilometer. Außerdem gibt es die Transmandschurische Eisenbahn, die durch den Nordosten Chinas nach Peking führt. An der chinesischen Grenze werden übrigens die Drehgestelle der Waggons gewechselt. Denn in China fahren die Züge auf einer schmaleren Spurweite als in Russland und der Mongolei.
Geschichte der Transsib
Der Bau der Transsib begann im Jahr 1891 unter Zar Alexander III. Tausende Arbeiter verlegten die Gleise durch Taiga, Sümpfe und Permafrostböden. Besonders schwierig war zum Beispiel der Abschnitt am Südufer des Baikalsees mit vielen Tunneln und Brücken. Vollständig fertiggestellt war die Strecke schließlich im Jahr 1916. Ihr Kilometer Null liegt am Jaroslawler Bahnhof in Moskau.
Stationen entlang der Strecke
Kurz hinter Jekaterinburg überquert die Transsib die Grenze zwischen Europa und Asien. Danach folgen weite Ebenen und Städte wie Nowosibirsk, die größte Stadt Sibiriens. In Irkutsk liegt dagegen der Baikalsee nur rund 70 Kilometer entfernt. Hinter Irkutsk fährt der Zug außerdem stundenlang direkt am Ufer des Sees entlang. In Ulan-Ude prägt schließlich die burjatische Kultur mit buddhistischen Klöstern das Stadtbild. Am Ende der Strecke wartet Wladiwostok mit seinem großen Hafen am Pazifik.
Leben an Bord
Für viele Reisende ist die Fahrt selbst das eigentliche Erlebnis. In jedem Waggon kümmert sich zum Beispiel eine Schaffnerin, die Prowodniza, um Ordnung und Sauberkeit. Am Ende des Gangs steht außerdem ein großer Samowar mit heißem Wasser für Tee und Suppe. Bei längeren Halten verkaufen Händler auf dem Bahnsteig oft Piroggen, Räucherfisch und frisches Obst. Und zwischen den Mahlzeiten entstehen schließlich viele Gespräche mit Mitreisenden aus aller Welt.
Über 30 Jahre Erfahrung mit der Transsib
Go East Reisen hat in über 30 Jahren unzählige Reisen mit der Transsibirischen Eisenbahn organisiert. Deshalb liegt uns diese legendäre Strecke ganz besonders am Herzen. Sobald die Sanktionen aufgehoben sind, sind wir wie gewohnt für Sie da.
Alternativen: Zugreisen in China, Tibet und Zentralasien
Wer Bahnreisen liebt, findet auch in anderen Ländern beeindruckende Strecken. In China fahren Sie zum Beispiel mit Hochgeschwindigkeitszügen über 300 km/h durch das Land. Die Tibetbahn führt dagegen über Pässe von über 5.000 Metern bis nach Lhasa. In Usbekistan verbindet außerdem der Schnellzug Afrosiyob Taschkent mit Samarkand und Buchara. All diese Ziele können Sie schon heute mit uns entdecken!



