Südafrika Wissenswertes und Reiseinformationen

Südafrika

Wissenswertes

Einreisebestimmungen

Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können bis zu 90 Tage mit einem Reisepass, der noch mindestens sechs Monate (*) ab Einreisedatum gültig ist, im Land bleiben. Der Pass muss noch mindestens zwei leere Seiten aufweisen, mehr, wenn man durch Swaziland oder ein benachbartes Land reist. (*6 Monate wird von den Nachbarländern gefordert, durch die man bei einer Rundreise in der Regel fährt.)
Wer nach Swasiland, Lesotho oder Zimbabwe fahren will kann an der Grenze ein Visum erhalten.
Seit dem 01. Juni 2015 müssen alle Minderjährige die nach Südafrika einreisen, mit einem deutschen Reisepass und einer internationalen Geburtsurkunde reisen.
Wenn ein Elternteil mit Kindern alleine reist, muss die Geburtsurkunde des Kindes, wie auch ein offizielles Schreiben (von einer amtlichen Stelle z.B. der Polizei/Behörde in Europa beglaubigt) des anderen Elternteils mitgeführt werden. Hierbei handelt es sich um eine Genehmigung alleine mit dem Kind / den Kindern zu reisen. Gleiches gilt für Großeltern und gemeinsam reisende Enkel.

Banken und Währung

Währung
Die Währung ist der Rand (ZAR), der in 100 Cent aufgeteilt ist. Es gibt R200, R100, R50, R20 und R10. Münzen kommen in R5, R2, R1, 50c, 20c, 10c und 5c vor.
Bankwesen
Banken sind in den meisten Städten anzutreffen und sind in der Regel wochentags von 09:00 bis 15:30 Uhr und samstags von 08:30 bis 11:00 Uhr geöffnet (an Sonn- und Feiertagen geschlossen). Die meisten bieten Devisen-Dienstleistungen an – mit Bargeld, Bank- und Kreditkarten sowie Reiseschecks. Sie können auch Bargeld von Geldautomaten erhalten. Mehrere internationale Banken haben Filialen in den Hauptstädten. Weisen Sie Ihre Bank immer darauf hin, dass Sie außerhalb des Landes reisen, da sie Ihre Einkäufe blockieren können, wenn sie nicht informiert werden.
Die gängigsten Kreditkarten werden in Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert, allerdings nicht immer American Express oder Diners Club.
Ein paar Tankstellen akzeptieren ausländische Kreditkarten, fragen Sie aber bitte vor dem Auffüllen nach. Am besten Sie haben immer genug Bargeld an der Tankstelle dabei.
Mit den meisten anerkannten Kreditkarten können Sie an Bankautomaten (ATM) Geld beziehen,  nehmen Sie sich aber vor Taschendieben in Acht.

Reisen im Lande

Reisen durch Südafrika ist relativ einfach per Flugzeug oder auf der Straße.
Die Hauptflugstrecken werden von SAA und British Airways bedient, die von Comair betrieben werden. Es gibt 3 Billigflieger auf Hauptrouten, nämlich Kulula.com, Mango und FlySafair.
Um die Reise durch Südafrika zu erleichtern, gibt es 10 Flughäfen, die von der Airports Company South Africa (ACSA) verwaltet werden. Darüber hinaus gibt es rund 90 Regionalflughäfen, darunter der internationale Flughafen Kruger Mpumalanga bei White River / Nelspruit und der Flughafen Skukuza, der Zugang zum Krüger Nationalpark bietet.
Ein ausgedehntes geteertes Straßennetzwerk macht das Reisen in Südafrika mit dem Fahrzeug bequem und einfach. Sie werden jedoch Schotterstraßen in ländlichen Gebieten, als Stichstraßen finden.
Hinweis:
Ein gültiger internationaler Führerschein wird von einigen Mietwagenfirmen verlangt. Fragen Sie bitte nach.
Im südlichen Afrika wird auf der linken Straßenseite gefahren. Das Tragen von Sicherheitsgurten ist für den Fahrer und Beifahrer obligatorisch. Mobiltelefone können nur “freihändig” verwendet werden.
Geschwindigkeitsbegrenzungen werden in der Regel auf Autobahnen auf 120 km, auf Nebenstraßen auf 100 km und in städtischen Gebieten auf 60 km festgelegt. Mautgebühren gelten auf bestimmten nationalen Straßen. Tankstellen sind weit verbreitet. Die meisten internationalen Autovermieter haben Niederlassungen in Südafrika. Kleinbus-Taxis sind weitverbreitet. Bitte fahren Sie nicht mit ihnen, da diese Taxis oft nicht verkehrssicher sind, mit hoher Geschwindigkeit reisen und nicht immer die Verkehrsregeln beachten. Lassen Sie sich ein normales Taxi oder ein Uber von ihrer Unterkunft oder dem Restaurant rufen.

Gesundheits-/medizinische Informationen

Das Leitungswasser kann im Allgemeinen überall unbesorgt getrunken werden.
Impfungen sind nicht vorgeschrieben, eine Malariaprophylaxe wird aber in gewissen Gebieten in der Regenzeit empfohlen. Teilweise gilt das für Mpumalanga, aber vor allem für den Krüger Nationalpark, für den Osten Swasilands, Teile von Zululand, sowie für alle Nationalparks und Strände nördlich vom Tugela Fluss, grob eine Stunde fahrt nördlich von Durban. Versuchen Sie Insektenstiche zu vermeiden, indem Sie ein Insektenschutzmittel verwenden. Diese können Sie in den meisten Geschäften bekommen. Die gängigsten Mittel sind Peaceful Sleep oder Tabard.
Baden Sie nicht in stillstehenden Gewässern, da dort die Bilharziose-Parasiten vorkommen können.
Die privaten Krankenhäuser und Ärzte weisen europäischen Standard auf. In jeder größeren Stadt gibt es öffentliche Krankenhäuser (Public Hospitals) und einige Private (Private Hospital), die komfortabler und besser sind. Im Telefonbuch finden Sie die Krankenhäuser unter „H“ und Ärzte / Zahnärzte unter „Medical Practitioners“. In Notfällen wenden Sie sich auch an Ihre Rezeption vom Hotel oder Lodge.
Wichtig: lassen Sie sich von Ihrem Haus- oder einem Tropenarzt beraten. Für medizinische Auskünfte sind wir nicht verantwortlich. Denken Sie an den Abschluss einer Reisekrankenversicherung.

Hinweise zu Lebensmitteln & Ernährung

Hygienestandards in Bezug auf die Gesundheit und Sicherheit von Lebensmitteln in Südafrika sind im Allgemeinen in Hotels, Restaurants, Kneipen und Nachtlokalen hoch.
Leitungswasser in Südafrika ist sicher zu trinken und zu kochen, wenn es aus Wasserhähnen in städtischen Gebieten genommen wird. Nicht alles Leitungswasser in ländlichen Gebieten ist sicher für den Gebrauch, daher sollten Sie bei Bedarf Trinkwasser in Flaschen kaufen.
Es ist unproblematisch frisches Obst, Gemüse und Salate zu essen und Eiswürfel für Ihre Getränke zu gebrauchen.
Südafrikas Fisch, Fleisch und Hühnchen sind von guter bzw. ausgezeichneter Qualität, so dass Sie sich nicht auf die lokale Küche beschränken müssen. Restaurants unterliegen der südafrikanischen Gesetzgebung zur Lebensmittelsicherheit, die von der lokalen Regierung umgesetzt wird. Die Vorschriften umfassen die Zertifizierung und regelmäßige Inspektionen durch Gesundheitsinspektoren, um sicherzustellen, dass die hygienischen Standards eingehalten werden.
Streetfood ist in Südafrika nicht so verbreitet wie in anderen Ländern, obwohl Anbieter, die traditionelle Mahlzeiten verkaufen, in Stadtzentren und Townships zu finden sind. Lebensmittelsicherheit in solchen Fällen kann nicht immer garantiert werden.
Biltong ist eine südafrikanische Fleisch- (Rindfleisch / Wildbret) Delikatesse. Es wird gewürzt und dann getrocknet. Jeder Metzger hat sein eigenes Rezept und Biltong findet sich daher in fast jeder Schlachterei, aber auch in allen Supermärkten. Bunny-Chow ist vor allem in Durban erhältlich und besteht aus einem ausgehöhlten Halb- oder Quaterbrot mit Curry. Snoek ist ein Fisch aus dem Westkap, der außerdem sehr zu empfehlen ist.

Klima und Wetter

Die südafrikanischen Temperaturen, die in Grad Celsius gemessen werden, liegen durchschnittlich zwischen 8 ° C in der Nacht und 28 ° C am Tag und in den Sommermonaten, während die Temperaturen im Winter zwischen 1 ° C und 18 ° C liegen. Es gibt allerdings Regionen die deutlich wärmer oder kälter sind.
Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt mit weniger als 500 mm pro Jahr auf der niedrigen Seite, was das Land etwas trockener macht. In gewissen Regionen herrscht oft Trockenheit, daher ist Vorsicht mit dem Gebrauch von Wasser wichtig. Ein Großteil des Regens fällt im Winter im Westkap, anders als im Rest des Landes, wo es im Sommer regnet. Die Drakensberge hingegen erhalten bis zu 1600mm pro Jahr, meistens im Sommer. Das Gewitter am Nachmittag ist meistens willkommen, um die Temperaturen abzusenken.
Gewitter sind in der östlichen Hälfte des Landes im Sommer verbreitet und dauern normalerweise nicht länger als eine oder zwei Stunden.
Das Klima wandelt sich in Südafrika, wie überall auf der Welt. Auf der positiven Seite bietet das südafrikanische Klima viel Sonnenschein und verzeichnet durchschnittlich 8,5 Stunden pro Tag.

Kleidungsempfehlung

SOMMER
Bringen Sie leichte und bequeme Kleidung mit, denn die Sommertemperaturen können in einigen Gegenden von 30 – 40 Grad Celsius erreichen. Bringen Sie auch im Sommer einen Regenschirm oder Regenmantel mit, da es in Großteilen des Landes regnen kann. Vergessen Sie Ihren Badeanzug nicht.
WINTER
Die Winter sind tagsüber im Allgemeinen mild, aber es gibt Tage, an denen die Temperaturen stark absinken, vor allem in hochgelegenen Gebieten wie in den Drakensbergen. Die Nächte sind empfindlich kalt. Da Kapstadt Winterregen bekommt, ist es ratsam, Regenkleidung mitzubringen.
IM ALLGEMEINEN:
Bringen Sie immer Hut, Sonnenbrille und Sonnencreme mit, da die Sonne auch in den Wintermonaten stark sein kann. Wanderschuhe sind das ganze Jahr über angebracht. Bei Geschäftsreisen ist in der Regel Geschäftskleidung (Anzug und Krawatte) gefragt, außer in der Medienindustrie oder der Touristik.
Bei Safaris sollte nur Kleidung in neutralen und gedeckten Farben getragen werden (keine leuchtenden Farben oder weiß. Für den Abend, wenn Sie in einem gehobenen Restaurant ein Tisch reserviert haben oder eine Show besuchen, ist „smart-casual“ Kleidung zu empfehlen.

Stromversorgung und Steckdosen

Der Strom beträgt 220/240 Volt(50 Hz) Wechselstrom. Für die Steckdosen brauchen Sie einen „Double Adapter“. Kaufen Sie den aber besser in Südafrika (in den meisten Geschäften erhältlich), da die meisten Adapter, die in Europa gekauft werden (auch sogenannte Weltadapter) passen nicht immer gut. Die meisten Hotels stellen Ihnen auf Anfrage auch Adapter zur Verfügung, oder haben sogar Europäische Stecker im Zimmer. Mit dem Adapter können Sie auch einen standardmäßigen 2-poligen Stecker verwenden (Ladegeräte für Mobiltelefone, Kleingeräte).

Allgemeine Hinweise

Mehrwertsteuer (VAT, Value Added Tax)
Die Mehrwertsteuer beträgt 14 % und ist in den meisten Fällen schon im Preis enthalten. Für Artikel, die Sie ausführen, wird Ihnen die Mehrwertsteuer am Flughafen rückerstattet, wenn der Betrag über R 250.- pro Stück ist. Sie brauchen dafür eine TAX Invoice vom Verkäufer (eine Rechnung mit der Adresse und VAT Nummer vom Geschäft).
Post
Die Post hat von 08h00 – 16h00 Uhr Montag bis Freitag und am Samstag von 08h00-12h00 Uhr geöffnet.
Schwimmen
Schwimmen im Meer sollte man nur an beaufsichtigten, (mit Rettungsschwimmern) offiziellen Stränden. Das Schwimmen in den Flüssen ist nicht ratsam.
Sprachen
Südafrika hat 11 offizielle Sprachen; Englisch ist die meistgebrauchte. Andere Sprachen sind: Afrikaans, Xhosa, Zulu, Sotho, Ndebele, Swazi, Pedi, Tswana, Tsongo und Venda.
In Gebieten, wo man Afrikaans spricht, kann man sich als Tourist meist auch auf Deutsch verständlich machen.
Telefon
Ihr Handy (auf Englisch „cell phones“ oder „mobiles“ genannt) hat in den meisten Ortschaften problemlos guten Empfang, auch wenn in manchen abgelegenen Gegenden das nicht gewährleistet werden kann.
Telefonieren, sei es von den blauen Münzfernsprechern oder den grünen mit Karten-Telefonen, ist unproblematisch. Bei Ferngesprächen müssen Telefonkarten verwendet werden, erhältlich sind diese bei Postämtern, Supermärkten und Flughäfen im Wert von 10, 20, 50, 100 und 200 Rand. Hotels verlangen für Auslandsgespräche einen beträchtlichen Aufschlag. Handys sind entlang der Nationalstraßen und in den meisten Orten einsetzbar.
Internationale Vorwahlen:
Deutschland: 0049 – Ortskennzahl ohne die >0<
Österreich: 0043 – Ortskennzahl ohne die >0<
Schweiz: 0041 – Ortskennzahl ohne die >0<
Vorwahl für Südafrika vom Ausland: 0027 – Ortskennzahl ohne die >0<
Offizielle Notrufnummern:
Polizei (flying squad) 10111
Ambulanz 10177
Weitere Telefonnummern:
Information (Enquiries) National 1023
Information (Enquiries) International 10903#
South African Airways 0861 606 606
Notnummer der Deutschen Botschaft 083 325 2694

In Restaurants, Hotels und anderen Unterkünften ist die Bedienung nicht inbegriffen, sondern Ihrem Ermessen überlassen, wenn Sie mit dem Service zufrieden waren. In der Regel sind etwa 10 % üblich. Kofferträger – etwa 10 Rand pro Gepäckstück
Taxifahrer – etwa 10 % von dem Betrag
Zimmermädchen – etwa 10 Rand pro Tag
Wildhüter (Ranger) und Reiseleiter sind oft abhängig von Trinkgeldern, um das Gehalt aufzubessern. In der Regel bezahlt man etwa 50 Rand pro Tag.
Parkplatzwächter erhalten etwa 5-10 Rand. Zahlen Sie nicht bei Ankunft, sondern erst wenn Sie zu Ihrem Auto zurückkehren. (Offizielle sind Parkplatzwächter meist mit oranger oder gelber Weste bekleidet)
Tankwarte – etwa 5 Rand (es wird in Südafrika nicht selbst getankt. Das macht der Tankwart, prüft auf Öl und Wasser und den Reifendruck.